weiterbildung.swiss - Navigation

Die Schweizer Kursdatenbank powered by:
Logo, SVEB - Schweizerischer Verband für Weiterbildung

Das passende Weiterbildungsangebot finden

Wenn Sie auf dieser Seite gelandet sind, haben Sie wahrscheinlich eine konkrete Vorstellung davon, was Sie als Nächstes lernen möchten. Vielleicht haben Sie in der Datenbank auch schon ein paar passende Kurse gefunden. Bevor Sie sich für einen entscheiden, empfiehlt es sich, die in Frage kommenden Kurse genauer unter die Lupe zu nehmen. Dafür bietet Ihnen diese Website eine praktische Vergleichsfunktion. Wählen Sie die Kurse aus, die Sie interessieren, und speichern Sie sie in der Merkliste. Anschliessend können Sie die Kurse bequem vergleichen und feststellen, welcher Ihren Vorstellungen am ehesten entspricht.

 

Auswahlkriterien

Es ist nicht ganz einfach, Kurse nur aufgrund einer kurzen Beschreibung zu beurteilen. Die Art, wie ein Kurs ausgeschrieben wird, gibt aber Hinweise darauf, was Sie von einem Anbieter erwarten können. Enthält die Ausschreibung alle relevanten Informationen? Ist sie klar formuliert? Transparente Information ist ein wichtiges Qualitätskriterium.

Eine gute Kursausschreibung sollte folgende Informationen enthalten:

  • Lernziele: Welches Wissen und welche Kompetenzen hat man nach Abschluss der Weiterbildung? Wo kann man das Gelernte einsetzen?
  • Zielgruppe und Aufnahmebedingungen: Welche Voraussetzungen muss man mitbringen? Wie hoch ist die maximale Teilnehmerzahl?
  • Arbeitsmethoden: Wie wird im Kurs oder Lehrgang gearbeitet? Kommt auch e-Learning zum Einsatz? Benötigen Sie dafür eine bestimmte technische Ausrüstung?
  • Dauer: Wie viel Zeit müssen Sie insgesamt aufwenden (Präsenzzeit und selbstständige Lernzeit)?
  • Kosten: Fallen neben den Kursgebühren zusätzliche Kosten an, z.B. für Lernmaterialien, Prüfungsgebühren oder Exkursionen?
  • Abschluss: Wird der Kurs mit einem Leistungsnachweis oder einer Prüfung abgeschlossen? Erhalten Sie ein Inhouse-Zertifikat, einen anerkannten Abschluss oder nur eine Teilnahmebestätigung?
  • Kursleitung: Über welche fachliche und didaktische Qualifikation verfügen die Lehrpersonen?
  • Qualität: Wie sichert der Anbieter die Qualität seiner Angebote? Hat er ein Qualitätslabel?
  • Geschäftsbedingungen: Muss der ganze Betrag zum Voraus bezahlt werden? Was passiert, wenn Sie den Kurs abbrechen oder gar nicht erst antreten? Lesen Sie auch das Kleingedruckte.

Wenn wichtige Informationen fehlen, fragen Sie beim Anbieter nach, bevor Sie sich anmelden. Bei längeren oder sehr teuren Weiterbildungen empfiehlt es sich ausserdem, Referenzen von ehemaligen Teilnehmern einzuholen und ein Gespräch mit der Lehrgangsleitung zu verlangen. Sollte ein Anbieter Referenzen oder ein Gespräch verweigern, ist Vorsicht geboten.

 

Ziele klären

Bevor Sie die Anmeldung abschicken, sollten Sie sich über Ihre Ziele und Bedürfnisse im Klaren sein. Wo liegen Ihre Prioritäten in Beruf, Familie, Freizeit? Ist ein Kurs der richtige Weg, um Ihre Lernziele zu erreichen? Klären sollten Sie auch, wie viel Zeit und Geld Sie bereit sind, in die Weiterbildung zu investieren. Seien Sie realistisch. Wenn Sie eine zeitintensive Aus- oder Weiterbildung wählen und parallel dazu familiäre Verpflichtungen haben, sollten Sie das Vorhaben mit Ihrer Familie und Ihrem weiteren persönlichen Umfeld besprechen. Mit welcher Unterstützung können Sie rechnen? Dasselbe gilt bei berufsorientierten Weiterbildungen: Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber, fragen Sie nach, ob die Möglichkeit besteht, die Weiterbildung während der Arbeitszeit zu besuchen, und ob Ihr Arbeitgeber die Weiterbildung finanziell unterstützt
(vgl. auch Finanzierung ).

 

Beratung

Wenn Sie eine längere Weiterbildung anvisieren, kann es sinnvoll sein, zusammen mit einem Berater oder einer Beraterin eine Standortbestimmung vorzunehmen. Geeignete Anlaufstellen sind die kantonalen Berufs- und Laufbahnberatungen sowie die Berufsinformationszentren (BIZ), die Sie in jeder grösseren Stadt finden.

Weitere Informationen: Berufsberatung

 

Qualitätslabels

Achten Sie darauf, wie der Anbieter die Qualität seiner Angebote sichert. Wer ein anerkanntes Qualitätslabel hat, erwähnt dies meist in der Kursausschreibung. Das wichtigste Qualitätslabel für Weiterbildungsangebote ist eduQua. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Labels, die ebenfalls national oder international anerkannt, in der Weiterbildung aber wenig verbreitet sind. Dazu gehören ISO, SVOAM, Q2E oder EFQM.

Anbieter, die über ein anerkanntes Qualitätslabel verfügen, sind bei einer offiziellen Stelle akkreditiert. Was diese Stellen genau überprüfen, ist je nach Label unterschiedlich. Labels sagen immer etwas Substanzielles darüber aus, wie die Anbieter arbeiten. Sie können aber nicht garantieren, dass jeder einzelne Kurs gut ist. Beachten Sie Qualitätslabels, aber verlassen Sie sich nicht blind darauf.

Beachten Sie ausserdem, dass es zahlreiche Formen der Qualitätssicherung gibt, die ohne offiziellen Stempel auskommen. Nicht jeder Anbieter braucht ein Qualitätslabel. Wichtig ist, dass der Anbieter die Qualität seiner Angebote regelmässig überprüft und weiterentwickelt.

Weitere Informationen: Schweizerischer Verband für Weiterbildung, SVEB

 

eduQua

Das Qualitätslabel eduQua wurde speziell für Weiterbildungsanbieter entwickelt und berücksichtigt deshalb die Charakteristiken der Weiterbildung am besten. Mehr als 1000 Anbieter sind inzwischen eduQua-zertifiziert. Überprüft werden u.a. die Kursprogramme und -informationen sowie die Qualifikation der Lehrpersonen. Damit haben Sie eine Garantie, dass es sich um einen seriösen Anbieter handelt, der die Qualität seiner Angebote regelmässig überprüft und weiterentwickelt. Dasselbe gilt für alle übrigen anerkannten Labels, wobei diese teilweise stärker auf Organisationsprozesse fokussieren als auf die Bildungsangebote.

Die 6 eduQua-Kriterien:

  • Bildungsangebote
  • Information
  • Ausbildung                                        
  • Ausbildende
  • Qualitätsmanagement-System
  • Führung

Weitere Informationen: eduQua

 

Rechtliche Fragen

In der Schweiz existiert kein Recht auf Weiterbildung. Aus dem Weiterbildungsgesetz, das seit Januar 2017 in Kraft ist, lässt sich auch kein individueller Anspruch auf finanzielle Unterstützung ableiten. Das Gesetz richtet sich primär an Bund und Kantone sowie an die Weiterbildungsanbieter.

Wer berufstätig ist, hat gute Chancen, vom Arbeitgeber unterstützt zu werden, sofern die Weiterbildung in engem Bezug zur Arbeit steht. Gemäss Bundesamt für Statistik fördern rund 90% der Betriebe die Weiterbildung ihrer Angestellten. Viele Betriebe verfügen über entsprechende Reglemente, teilweise enthalten auch Gesamtarbeitsverträgen (GAV) Bestimmungen zur Weiterbildung.

Ihr Arbeitgeber kann Sie aber nicht nur unterstützen, er kann Sie auch verpflichten, an Weiterbildungen teilzunehmen. In solchen Fällen muss er gemäss Arbeitsrecht alle Kosten übernehmen und Arbeitszeit zur Verfügung stellen.

Rechtlichen Fragen entstehen auch, wenn Sie eine Weiterbildung abbrechen wollen oder feststellen, dass der Kurs nicht Ihren Vorstellungen entspricht. Es empfiehlt sich, bei jeder Weiterbildung im Voraus abzuklären, wie ein vorzeitiger Ausstieg geregelt ist. Grundsätzlich gilt: Kursverträge sind kündbar wie jeder andere Vertrag auch.

Bei Unklarheiten empfiehlt es sich, eine Rechtsberatung zu kontaktieren. Neben persönlicher Beratung finden Sie dort auch nützliche Merkblätter.

Weitere Informationen: Rechtsberatung des Beobachters, Stiftung für Konsumentenschutz, Weiterbildung im Arbeitsrecht (pdf)