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FA-M1 Stufe 1 SVEB-Zertifikat

Beschreibung

  • Sie sind neu als AusbildnerIn für Erwachsene tätig und suchen die Möglichkeit, sich weiter zu qualifizieren und Ihre Erfahrungen zu reflektieren?
  • Sie sind ein alter Hase, eine alte Häsin mit jahrelanger Erfahrung als KursleiterIn oder PraxisbildnerIn und suchen ein Update Ihrer erwachsenenbildnerischen Fähigkeiten, verbunden mit einem anerkannten Abschlusszertifikat?
  • Sie engagieren sich in technischen, pädagogischen, sozialen, ökologischen, medizinischen oder wirtschaftlichen Tätigkeiten – im Beruf oder im Ehrenamt und Sie wollen die Kompetenz erwerben, Lernveranstaltungen zu leiten?

Dann laden wir Sie ein, unsere Lehrgänge genauer anzuschauen. Unsere Bildungsgänge unterscheiden sich durch drei Merkmale wesentlich von jenen der meisten unserer Mitbewerber:

  • Wir bearbeiten die Themen in fünf dreitägigen Seminaren – und nicht an Einzeltagen oder Abenden. So wird unser Kurs wesentlich intensiver. Wir verlieren den Faden nicht nach jedem Ausbildungstag, sondern können uns vertieft einlassen. Nehmen Sie sich die Zeit – auch als Auszeit für Ihre persönliche Entwicklung.
    Ihr zweiter Vorteil ist, dass Sie die Ausbildung an fünf konzentrierten Terminen wahrnehmen können – das bedeutet weniger Organisation im Beruf und in der Familie.
  • Wir haben in den SVEB-Zertifikatslehrgang die Hälfte der Grundausbildung in Themenzentrierter Interaktion integriert. Sie erledigen also zwei Qualifikationen in einem Streich.
  • Unsere Kurse erteilen wir in der Regel im Teamteaching zu zweit.

Ziel

Formelles Ziel ist, das SVEB-Zertifikat  und die Ausbildungsnachweise dreier TZI-Basiskurse zu erlangen.

Doch eigentlich geht es darum, seine eigene Praxis als AusbilderIn zu reflektieren, neue Wege von Bildung zu erproben und das eigene Konzept von Erwachsenenbildung zu erweiteren.

Inhalt

Im Lehrgang entwickeln und erweitern Sie Ihre Kompetenzen, in Ihrem Fachbereich Lernveranstaltungen mit Erwachsenen vorzubereiten, durchzuführen und auszuwerten.
Im Lehrgang nutzen wir das Methodensystem der Themenzentrierten Interaktion TZI, um lebendiges Lernen zu fördern. Dies erreicht die TZI, indem sie den Teilnehmenden als Individuen, der Interaktion in der Gruppe, der Beziehungsgestaltung zur Umwelt den gleichen Stellenwert einräumt wie der Sachaufgabe. Die TZI versucht, die Sachaufgabe in Bezug zu Person, Gruppe und Umwelt zu bearbeiten. Besonders fruchtbar wird das Lernen dann, wenn sich die gelehrten Inhalte und Prozesse im Kurs selbst ereignen, also die Position des Darüber-Redens verlassen wird zugunsten der Position des Selber-Erlebens und Selber-Tuns.
Als Themen werden u.a. bearbeitet:

  • Mein eigenes Verständnis von Lehren und Lernen, meine Bildungsbiografie und der Stand der Wissenschaft: Reflexionen, (Re-)visionen und Erweiterungen.
  • Lehr- und Lernziele: Wann haben sie welche Wirkungen/Nebenwirkungen auf mein Lehren und aufs Lernen der Teilnehmenden? Wie gehe ich mit vorgegebenen Zielen, wie mit Erwartungen von Teilnehmenden um? Über welche Potenzen und Potentiale verfügen meine Teilnehmenden?
  • Unterricht reflektieren und vorstrukturieren als Verfahren, Lehr- und Lernprozesse zu steuern: Ich nutze die vier Faktoren der TZI, um lebendigen, kreativen Unterricht zu erreichen.
  • Mit Widerstand umgehen: Störungen und Konflikte als Beitrag für Lernprozessen nutzen. Zugegeben, dass kann auch mal anstrengend werden. Doch unserer Meinung nach lohnt es sich, die eigene gruppendynamische Wildwasserfähigkeit zu trainieren, wenn man mit Erwachsenen arbeiten will.
  • Gruppendynamische Phänomene wahrnehmen und gekonnt intervenieren.
  • Als KursleiterIn kommunizieren heisst: Ermutigen und konfrontieren; beraten und beurteilen; darstellen und beobachten. Ich erweitere und verfeinere mein kommunikatives Repertoire als KursleiterIn.
  • Selbst- und Fremdwahrnehmung: Ich bringe beide Perspektiven zusammen.
  • Die Landschaft der Didaktik und Methodik: Ich suche den Standort, der mir entspricht, und verfeinere mein Konzept des Lehrens.

Voraussetzung

Die Zulassung zum Lehrgang beruht auf der beruflichen Grundausbildung, der persönlichen Eignung und der beruflichen Erfahrung. Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen folgende Bedingungen erfüllen:

  • Abgeschlossene Berufsausbildung bzw. Studium oder anderweitig nachgewiesene Beschlagenheit im eigenen Fach
  • Erfahrung als erwachseneR TeilnehmerIn in Aus- und Weiterbildung
  • Minimal 5 Jahre erwerbstätig
  • Die Möglichkeit und Bereitschaft, lehrgangsbegleitend als AusbilderIn/KursleiterIn Erfahrungen zu sammeln

Die Zulassung erfolgt über einen schriftlichen Antrag, das Formular bestellen Sie bitte bei unserm Kurssekretariat kurse@einfachkomplex.ch oder unter 044 508 14 42.

Zielgruppe

  • Fachleute, die Sicherheit und Flexibilität als KursleiterInnen gewinnen wollen

  • Gestandene KursleiterInnen, die zwar das SVEB-Zertifikat auch per Gleichwertigkeitsbeurteilung anstreben könnten, die aber auf einen persönlichen Lernprozess und auf ein professionelles Update gespannt sind

  • Freiwillig Engagierte und Berufsleute, die neu ausbildungsverantwortlich sind

  • KollegInnen, die den Abschluss als AusbilderIn mit eidg. Fachausweis und/oder das TZI-Zertifikat anstreben

Kursart

 Lehrgang (Fünf Dreitägige Seminare mit Selbststudium)

Bemerkung

Leitungsteam

Ursula Grossmann
Pädagogin, Mediatorin SDM, eidg. dipl. Ausbildungsleiterin, TZI-Zertifikat

David Keel
Master of Arts (Management & Innovation),  dipl. Erwachsenenbildner HF, Supervisor DGSv und BSO, Organisationsberater BSO, Coach BSO, dipl. Journalist jsg, zert. Kursleiter in Poesie- und Bibliotherapie FPI, graduierter Lehrbeauftragter für TZI am Ruth Cohn Institut

Aufbau und Ablauf
Der Lehrgang ist berufsbegleitend und umfasst 405 Stunden Lernzeit: Davon sind 90 Stunden Präsenzzeit in den 5 Intensivseminaren und 165 Stunden fürs Selbststudium vorgesehen. 150 Stunden eigener Praxis als AusbilderIn werden angerechnet.

Intensivseminar 1 – Begegnung
Wir lernen einander kennen – als Lernende. Unsere Lernmotive, Lerntaktiken, Lernmuster, also unsere Lernbiografie nehmen wir als Indikator für die eigene implizite Lerntheorie. Diese vergleichen wir mit aktuellen Modellen der Forschung und beziehen unsere Erkenntnisse zurück auf uns – als Lernende und als Lehrende. Wir führen ins Verfahren der Aktionsforschung ein.
 

Intensivseminar 2 – Bildung
Wir nutzen konkrete Fragestellungen aus der Praxis der Teilnehmenden, um erste didaktische Konzepte und Methoden zu erschliessen. Dabei geht es um die Schritte von der TeilnehmerInnenanalyse, über die Planung bis zur Durchführung und Auswertung von Unterrichtseinheiten und Kursen. Wir führen ins didaktische System der TZI ein.
 

Intensivseminar 3 – Kooperation
Alle Mitglieder einer Gruppe interagieren untereinander in einer für diese Gruppe spezifischen Weise. Diese Interaktion kann die Lernprozesse fördern oder behindern. Dieser Abschnitt will aufmerksam machen für Phänomene der Gruppendynamik und will die eigene Kunst verfeinern, Gruppenprozesse, Widerstand, Störungen und Konflikte fürs Lernen, fürs Miteinander und für die Persönlichkeitsentwicklung fruchtbar zu machen.
 

Intensivseminar 4 – Verantwortung
Erwachsenenbildung findet in Kontexten statt: im organisatorischen Kontext des Trägers, in sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen, historischen Umwelten. Wir beleuchten die Rolle und Rollengestaltung des Ausbildenden in Bezug auf seine Organisation. Und wir setzen uns mit der eigenen beruflichen Entwicklung auseinander. 
 


Intensivseminar 5 – Evaluation
Wir werten die Aktionsforschung aus und evaluieren unsere eigenen Lehr-/Lernprozesse im Modul. Aus diesen Erfahrungen schmieden wir uns Evaluationsinstrumente zum Gebrauch in der eigenen Praxis. ?Dieses Modul bietet überdies Raum, Themen aus dem Modul weiter zu Vertiefen.
 


Abschluss
Der Lehrgang orientiert sich an den Vorgaben des Schweizerischen Verbandes für Weiterbildung (SVEB) und an den Ausbildungsrichtlinien des Ruth Cohn Instituts international (RCI). Das Modul ist vom SVEB anerkannt.

 

Kosten
Die Kosten betragen 2390 CHF für den Lehrgang.  Davon sind CHF 300 fürs Zugangsverfahren und CHF 2090 für die Teilnahmegebühr.
In den Kosten nicht aufgeführt sind die Kosten für Fachliteratur und weiteres Studienmaterial (max. CHF 200), Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung sowie Kosten für die Infrastrukturbenützung in den Kurszentren. Die Unterkunft und Vollpension kostet je nach gewähltem Angebot rund 80.- bis 150.-/Tag.

Die Kosten fürs Zulassungsverfahren werden mit dem Einreichen des Antrags fällig. Die Kosten für die Teilnahmegebühr sind grundsätzlich vor Lehrgangsbeginn zu bezahlen – abweichende Zahlungsmodalitäten müssen im Voraus schriftlich vereinbart sein. Ein Abbruch der Ausbildung führt zu keinem Anspruch auf Rückerstattung der Teilnahmegebühren. Führt der Abbruch einer Ausbildung zu Folgekosten, etwa betreffend reservierter Hotelbetten, sind diese vom Teilnehmer/von der Teilnehmerin geschuldet. 

Uns ist wichtig, dass sich auch Teilnehmende aus engen finanziellen Verhältnissen qualifizieren können. Wir bieten deshalb bis zu zwei vergünstigte Stipendienplätze pro Gruppe an. Falls Sie einen Stipendienplatz beantragen, bitten wir Sie, vor dem Einreichen des Zulassungsantrags mit uns Kontakt aufzunehmen.

Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen der einfach komplex genossenschaft.

Für die SVEB-Module (M1, M2, M3, M4 und M5) der einfach komplex genossenschaft, die zum Erwerb des Fachausweises AusbilderIn führen, können 2016 Subventionen des Kantons Zürch und einiger anderer Kantone beantragt werden.

Weitere Informationen

Datum 20.10.19 - 23.02.20
Zeit 10:30 - 17:00
Kursort Bildungshaus
0000 noch offen
Kursleitung David Keel
Lektionen 90x60 min
Teilnehmer min Tn.: 6 / max Tn.: 20
Preis CHF 2390.-
Weiterbildungsgutscheine akzeptiert Ja
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