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Mediative Kompetenz: Konstruktive Konfliktlösung in Organisationen und Unternehmen

Beschreibung

Die fünf einzelnen Kurstage Mediative Kompetenz bieten eine flexibel kombinierbare, kompakte und praxisorientierte Einführung in Grundlagen und Techniken mediativen Handelns unter Einbezug von sozialen Phänomenen, die in Konfliktsituationen häufig begleitend auftreten.

Tag 1 widmet sich ganz der Vorstellung von Mediation als Verfahren und der Einführung in Grundlagen und Techniken eigenem mediativen Handelns.

Die Kurstage 2-6 erweitern und verfeinern die Techniken mediativen Handelns jeweils in Bezug auf den Umgang mit einem bestimmten sozialen Phänomen (Macht, Emotionen, Ambivalenz, Hierarchie und komplexe Organisationsstrukturen).

Auf der Grundlage von entsprechenden sozialwissenschaftlichen Ansätzen werden jeweils auch Situationen und Fälle aus der Praxis der Teilnehmer/innen reflektiert sowie mediative Umgangsweisen und Steuerungsmöglichkeiten diskutiert und in Sequenzen erprobt.

Inhalt

Mediative Kompetenz 1: Grundlagen und Techniken mediativen Handelns

Der Kurstag führt in die Grundprinzipien und Techniken mediativen Handelns ein. Ausgehend von einem Überblick über Konfliktdynamiken und Eskalationsstufen wird die institutionalisierte Mediation als strukturiertes Verfahren konstruktiver Konfliktbearbeitung vorgestellt. Im Vordergrund stehen Schritte und Techniken mediativen Handelns, die in eigenen Situationen sowohl präventiv als auch deeskalierend eingesetzt werden können.

Mediative Kompetenz 2: Hierarchien und komplexe Organisations-Strukturen

Komplexe Organisationsstrukturen stellen aufgrund ihrer fachlichen und administrativen Heterogenität sowie vielfältigen Interaktions- und Ansprechpartner/innen hohe Anforderungen an die Kommunikations- und Koordinationskompetenzen von Koordinations- und Leitungspersonen.

Der Kurstag widmet sich ausgehend von systemischen Überlegungen zu den spezifischen Team- und Arbeitskontexten in Organisationen und Unternehmen angepassten Formen der Konfliktprävention (insbesondere Modellen zu konstruktivem Führungsverhalten und Interaktionsqualität), sowie situativen Deeskalationsmöglichkeiten und Formen nachhaltiger, konstruktiver Konfliktbearbeitung.

Personen, die sich für ihre Arbeits- bzw. Alltags-Situationen neue und konkrete Vorgehensweisen für Konfliktsituationen wünschen,
Interessiert sind an einem intensiven und kompakten, gleichzeitig flexibel kombinierbaren Kursformat,z.B. aus Verwaltung, Wirtschaft, Kirche, sozialen Institutionen, Stiftungen, Vereine, Politik, Schule stammen.

Die Vertiefungstage (2-5) eignen sich im Hinblick auf die jeweiligen sozialen Phänomene (Macht, Ambivalenz, Hierarchie etc.) zudem als Weiterbildung für Berater/innen, Coaches und Mediator/innen, die entsprechendes sozialwissenschaftliches Hintergrundwissen suchen.

Mediative Kompetenz 3: Umgehen mit Macht und Asymmetrien

Konflikte haben immer auch mit Macht zu tun. Die (bewussten oder unbewussten) Durchsetzungsformen sozialer Macht bzw. Machtfaktoren können dabei sowohl in familialen als auch organisationalen Konfliktsituationen äusserst vielfältig sein und auf der (glaubhaften) Verfügung über instrumentelle Faktoren basieren (Wissen, Geld, «Beziehungen» u. ä.), aber auch Akte kommunikativer Schmähung und Exklusion, oder solche ostentativer Passivität und Opferhaltung umfassen.

Ziel des Kurstages ist es, verschiedene Formen sozialer Macht mit Hilfe eines sozialwissenschaftlichen Instrumentariums von Begriffen und Ansätzen zu erkennen und vor dem Hintergrund verschiedener Konstellationen sozialer Beziehungen, Gebilde und Systeme (deutend) zu verstehen, um damit adäquat umgehen zu können.

Mediative Kompetenz 4: Emotionen
Konflikte rufen als Zustände erlebter subjektiver Beeinträchtigung durch Handlungen (oder Unterlassungen) von Interaktionspartner/innen in besonderem Masse Emotionen hervor, die in ganz unterschiedlichen Facetten und Ausdrucksformen – in Form von Eskalationen – auch immer wieder zu den grossen Herausforderungen gelingender Konfliktbewältigung gehören.

Ziel des Kurstages ist es, anhand konkreter Fälle verschiedene Umgangsformen und Steuerungsmöglichkeiten zu diskutieren und zu erproben, die es ermöglichen, konstruktive Konfliktbearbeitung bzw. einen mediativen Interaktionszusammenhang zu erhalten (oder wieder zu erlangen).

Mediative Kompetenz 5: Ambivalenz

Wenn Menschen zwischen gegensätzlichen Optionen hin und her schwanken und sich nicht entschliessen können, kann dies Konfliktlösungen quälend blockieren. Liegen Ambivalenzen einzelner Beteiligter zugrunde, führen sachliche (Er)Klärungen und/oder Druck oft nur zu grösserer Stagnation und Verweigerung. Ambivalenzen zu erkennen und sich in Methodenwahl und Zeitmanagement darauf einzustellen, kann hingegen Chancen für die Betroffenen und nachhaltige Lösungen im Konfliktfall eröffnen. Als fruchtbar erweist sich hierfür ein Ambivalenzkonzept, das ursprünglich der Psychologie entstammt und im Zentrum des Kurstages steht.

Mediative Kompetenz 6: Alter

Leitung: Jutta Durst

Wir leben in einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels. Hohe Lebenserwartung, eine zunehmende Diversität an Lebensentwürfen bis ins hohe Alter, sich wandelnden Familienstrukturen sind nur drei Aspekte, die auch eine erhöhte Sensibilität und Kompetenz im Bereich der Kommunikation erfordert. Die Ansprüche an die Entlastungssysteme im Alter steigen (z.B. an Alterszentren, Angebote der Tagesstrukturen, Spitex u.a.). Das Aushandeln von Bedürfnissen, Handlungsspielräumen und Grenzen wird auch in diesem Kontext komplexer.

Ziel des Kurstages ist es, angepasste Methoden, Techniken und Settings zu diskutieren, die es uns ermöglichen, im mediativen Handeln älteren Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Wir adaptieren Methoden der transkulturellen Kompetenz und des Perspektivenwechsels. Wir diskutieren, was es heisst, sich in diesen Settings «verständlich zu machen» und «zu verstehen» und üben uns in einfacher Sprache. Wir sprechen über Selbstbehauptung und Fairness und machen uns dabei einige spezielle Überlegungen zum Thema Demenz. Auch schauen wir hinter die soziale Phänomene Scham und Einsamkeit, um uns im Umgang mit besonders vulnerablen Menschen im Alter zu sensibilisieren.

 

Zielgruppe

  • Personen, die sich für ihre Arbeits- bzw. Alltags-Situationen neue und konkrete Vorgehensweisen für Konfliktsituationen wünschen,
  • Interessiert sind an einem intensiven und kompakten, gleichzeitig flexibel kombinierbaren Kursformat, z.B. aus Verwaltung, Wirtschaft, Kirche, sozialen Institutionen, Stiftungen, Vereine, Politik, Schule stammen.

Die Vertiefungstage (2-6) eignen sich im Hinblick auf die jeweiligen sozialen Phänomene (Macht, Ambivalenz, Hierarchie etc.) zudem als Weiterbildung für Berater/innen, Coaches und Mediator/innen, die entsprechendes sozialwissenschaftliches Hintergrundwissen suchen.

Bemerkung

Kosten

Einzeltag CHF 390.-

Bei Buchung von mehreren Tagen je CHF 15.- weniger:

1. Tag CHF 390.-
2. Tag CHF 375.-
3. Tag CHF 360.-
4. Tag CHF 345.-
5. Tag CHF 330.-
6. Tag CHF 315.-

Inklusive Seminarunterlagen, Pausengetränke und Obst

Termine und Zeiten

Mediative Kompetenz - Grundlagen: Montag 15.03.2021
Mediative Kompetenz - Hierarchien: Dienstag 16.03.2021
Mediative Kompetenz - Macht: Dienstag 13.04.2021
Mediative Kompetenz - Emotionen: Mittwoch 19.05.2021
Mediative Kompetenz - Ambivalenz: Montag 14.06.2021
Mediative Kompetenz - Alter: Montag 13.09.2021

oder

Mediative Kompetenz - Grundlagen: Montag 14.03.2022
Mediative Kompetenz - Hierarchien: Dienstag 15.03.2022
Mediative Kompetenz - Macht: Dienstag 25.04.2022
Mediative Kompetenz - Emotionen: Mittwoch 10.05.2022
Mediative Kompetenz - Ambivalenz: Montag 22.06.2022
Mediative Kompetenz - Alter: Montag 22.08.2022

jeweils 9.00 bis 12.30 Uhr und 13.45 bis 17 Uhr

Weitere Informationen

Datum 14.06.21
Zeit 09:00 - 17:00
Kursort Ausbildungsinstitut perspectiva
Auberg 9
4051 Basel
+41 61 641 64 85
Kursleitung Dr. Katja Windisch
Preis CHF 390.-
 
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