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Besser aufgestellt in der Mediation

Beschreibung

Was Systemische Strukturaufstellungen für Mediation und Konfliktmanagement hergeben

Ein Werkstatt-Seminar mit Franziska von Blarer
und Marco Ronzani

SIMULATION IST STIMULATION

Systemische Strukturaufstellungen bieten die Möglichkeit, die Struktur der Beziehungen zwischen Personen und Personensystemen sowie abstrakten Elementen wie Zielen, Lösungen, Hindernissen, Ressourcen, ausgeblendeten Themen, Konflikten und Aufgaben etc. abzubilden und lösende Veränderungen im Raum erlebbar zu simulieren. Ihre Realisierung kann auf diese Weise stimuliert und angebahnt werden. In diesem Seminar geht es darum, den Einsatz und Nutzen von systemischen Strukturaufstellungen für Konfliktmanagement und Mediation zu erkunden.

Ein Konfliktsystem und eine Mediation kann einfach und leicht mit einer systemischen Strukturaufstellung simuliert werden, sei es in der Vorbereitung oder Reflexion einer Mediationssitzung oder in der Supervision. Mit systemischen Strukturaufstellungen lässt sich relativ schnell ein erlebbares Bild des Mediationssystems erzeugen. Interessant ist es dabei, die Position der Mediationsperson zum Konfliktsystem zu überprüfen und zu verbessern sowie Ideen für Vorgehensweisen und konkrete Interventionsschritte zu generieren. Miniaturen oder Teile von systemischen Strukturaufstellungen können auch in die Mediationssitzung eingebaut werden, um zusammen mit den Medianden Entwicklungs- und Lösungsmöglichkeiten zu erkennen und zu simulieren. Lesen Sie dazu das Fallbeispiel am Ende der Ausschreibung. Als besonders wirksam haben sich systemische Strukturaufstellungen bei Angst vor Mediation oder vor einer bestimmten Mediation oder vor Medianden erwiesen; dabei geht es in erster Linie um Stärkung der Ressourcen der Mediationsperson und allenfalls um Transformation von behindernden Glaubenssätzen. Dies kann gegebenenfalls im Seminar demonstriert werden.

Ziel

Was bringt Ihnen dieses Seminar?

Was kann man mit systemischen Strukturaufstellungen für eine Mediation oder in einer Mediation verbessern und erleichtern?

  • Sie wollen mehr Überblick über das Mediationssystem, in das Sie eintreten – auch bei komplizierten Verhältnissen?
  • Sie wollen mehr Klarheit über das Konfliktsystem und die Veränderungen, die mit Ihrem Dazutreten als Mediationsperson entstehen können – auch bei risikoreichen Mediationen?
  • Sie wollen Ihre Position als Mediationsperson in einer Mediation stärken und nutzbringender machen – auch wenn Sie Ihre Macht nicht einsetzen wollen oder fast keine Macht haben?
  • Sie wollen Ihr Handlungsrepertoire in der Mediation erweitern – auch für anspruchsvolle Mediationen?
  • Sie wollen bessere Stimmung und ein besseres Klima in Ihren Mediationen – auch mit deprimierten oder aggressiven Medianden?
  • Sie wollen bessere Beziehungen zu Ihren Medianden (Rapport) – auch bei sog. schwierigen Klienten?
  • Sie wollen mehr Kreativität in Ihren Mediationen – auch bei sog. verfahrenen Situationen?
  • Sie wollen mehr Gelassenheit und Leichtigkeit in Ihren Mediationen – auch wenn die Umstände das scheinbar erschweren?
  • Sie wollen allfällige Ängste vor einer Mediation oder in der Mediationssitzung oder vor Medianden loswerden – auch wenn Glaubenssätze diese zu verunmöglichen scheinen? (Stärkung der eigenen Ressourcen, Transformation von ungünstigen Glaubenssätzen).

Inhalt

Was können Sie in diesem Seminar lernen?

Die Kenntnis der Methoden der systemischen Strukturaufstellungen können der Mediationsperson helfen

  • Ziele der Mediation zu erkennen und sich ihnen anzunähern (erlebbar machen, wohin es geht und wie man dorthin kommt)
  • Lösungen zu erkennen und sie zu realisieren (erlebbar machen, was nach der Lösung anders ist)
  • Nebel zu lichten und Rätsel zu lösen (erlebbar machen, was verborgen ist)
  • sich in die Schuhe anderer zu versetzen (die Perspektive wechseln)
  • den Draht zu jemandem wieder zu finden (verbinden, was ungünstig getrennt ist)
  • den blinden Fleck sichtbar zu machen (ausgeblendete Themen erkennen)
  • Verstrickungen zu lösen (trennen, was ungünstig verbunden ist)
  • Verwechslungen zu klären (Loyalitäten erkennen)
  • Chaos aufzulösen (sortieren und Ordnung schaffen)
  • die nicht passende Chemie zu überwinden (Hindernisse in Ressourcen verwandeln)
  • Blockaden aufzuheben (den Problemgewinn erkennen)
  • etwas zu tun, von dem Sie meinen, dass es nicht geht (Glaubenssätze verwandeln)
  • Dilemmas zu erkennen und aufzulösen (im Dilemma Möglichkeiten der Entwicklung und Lösung erkennen)
  • und Vieles mehr

Kursart

Sie erhalten mit kurzen Inputs und Life-Demonstrationen eine einfache Einführung in die Methodik der systemischen Strukturaufstellungen, ihre Grammatik und die wichtigsten Formate, die für Konfliktmanagement und Mediation nützlich sind. Wir entwickeln gemeinsam praktische Anwendungen von Miniaturen und Teilen systemischer Strukturaufstellungen für Konfliktmanagement und Mediation. Es werden Möglichkeiten gezeigt, wie anstelle von Personen als Repräsentanten mit Symbolen (Stühlen, Bodenankern, Figuren) gearbeitet werden kann. Es besteht die Möglichkeit, eigene Anliegen im Rahmen der zeitlichen Möglichkeiten aufzustellen, insbesondere besteht die Möglichkeit eigene Mediationsfälle mit systemischen Strukturaufstellungen zu supervidieren, um die eigene Position als Mediationsperson zu verbessern, Ideen für Interventionen zu generieren und den Einsatz von Miniaturen von systemischen Strukturaufstellungen zu erproben. Als besonderen Leckerbissen besteht die Möglichkeit eines kurzen Trainings im „Taschenformat“, einer Art Reiseapotheke systemischer Strukturaufstellungen für den Alltag, das von Franziska von Blarer und Marco Ronzani entwickelt wurde.

Weitere Informationen

Datum 02.11.20 - 03.11.20
Zeit 09:00 - 17:00
Kursort Ausbildungsinstitut perspectiva
Auberg 9
4051 Basel
+41 61 641 64 85
Kursleitung Franziska von Blarer
Preis CHF 580.-
 
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